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Das Ausstellungsprogramm der „Galerie im Turm“ wird im nächsten Jahr unter der Überschrift „Mittendrin“ hauptsächlich Künstlerinnen und Künstler der so genannten „Mittleren Generation“ präsentieren.
Zeichnungen, Bildhauerei und Malerei von Künstlern aus Berlin werden die Ausstellungsfolge bestimmen. In der ersten Ausstellung des Jahres (11. Januar 2007 bis 9. Februar 2007) zeigt die Künstlergruppe Treuka Zeichnungen, die auf Themenvorschläge des Publikums beruhen. Für die Ausstellung werden auch Arbeiten der Gruppe auf den Wänden der Galerie entstehen.
Friedemann Grießhaber zeigt vom 15. Februar bis 16. März. Bildhauerei und Zeichnungen.
Vom 22. März bis 20. April wird Malerei von Michael Kutzner zu sehen sein.
Weitere Informationen zum aktuellen Ausstellungsprogramm gibt es unter
www.kulturamt-
friedrichshain-kreuzberg.de.
Galerieleitung:
Karl-Friedrich Schmalwaßer
galerie.im.turm@freenet.de
Galerie im Turm, Frankfurter Tor 1, Berlin-Friedrichshain
Dienstag bis Sonntag von 14 bis 20 Uhr geöffnet.
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Friedrichshain-Kreuzberg heißt der Bezirk. So soll Sie dieser Galerienrundgang über die Oberbaumbrücke zum Frankfurter Tor führen – nach Friedrichshain.
Die im nördlichen Turm des Frankfurter Tores beheimatete Galerie wurde 1965 vom Verband Bildender Künstler in der DDR eröffnet. Schon bald wurde die Galerie zu einem absoluten Renner. Bis zu 600 Besucher kamen an manchen Tagen. Zahlen, von denen man heute nur noch träumen kann. Zunächst sollte der Raum für etwas ganz anderes herhalten, sollte ein U-Bahn-Eingang werden. Der Versuch, zur U-Bahn vorzustoßen, endete an den Grundmauern des Turms, und der Raum blieb als solcher erhalten.
Für den Raum selbst war schon immer der Stadtbezirk Friedrichshain zuständig, der ihn damals an den Verband Berliner Künstler übertragen hat, und der sich ab 1965 intensiv um dessen Ausstattung bemühte und auch das Programm festlegte. Heute wird die Galerie vom Bezirkskulturamt Friedrichshain/Kreuzberg verwaltet, jedoch wird in die Programmplanung nicht eingegriffen. Geleitet wird die Galerie von einer Galeristen-Legende: Karl-Friedrich Schmalwaßer.
Seit nunmehr über 40 Jahren zeigt die Galerie im Turm zeitgenössische Kunst: Zeichnung, Druckgraphik, Malerei, Skulptur und Installation. In jedem Jahr wird ein anderer Schwerpunkt gesetzt. Überwiegend sind es Berliner KünstlerInnen die ihre Arbeiten präsentieren, aber auch internationale oder noch nicht etablierte Künstler bekommen in der Galerie am Turm ihre Chance. Und einer, der gerne dort ausstellt, ist der in dieser Ausgabe der „Kiezmeile“ vorgestellte Kreuzberger Bildhauer Robert Schmidt-Matt, der sich wieder bei Karl-Friedrich Schmalwaßer um eine eigene Ausstellung beworben hat.
Aber auch die „Stiftung neue Kultur“ - speziell Vorstandsfrau Gabriele Muschter - platzieren immer wieder mit Karl-Friedrich Schmalwaßer Ausstellungen, die bundesweite Beachtung finden. So fand im September - in der schon zu „Ostzeiten“ für einige unbequeme Aktionen bekannten Galerie - der Auftakt einer bundesweiten Ausstellungsreihe zum Thema „Schweigende Glut - Der Wille zur Kunst“ statt.
Der Anspruch, den der Galerist an seine Ausstellungen selbst stellt, ist sehr hoch und die Auswahl immer wieder schwierig. Wo liegen da die Maßstäbe?
Karl-Friedrich Schmalwaßer sagte einmal in einem Interview: „Die Maßstäbe sind letztendlich eine subjektive Angelegenheit. Das hat damit zu tun, wo die eigenen Wurzeln liegen, also in Berlin. Man muss schauen, was aktuell abläuft, also immer auf dem Laufenden sein.“
Zu DDR-Zeiten installierte der Verband des öfteren Ausstellungen von Künstlern aus Polen oder der ehemaligen Tschechoslowakei. Man wollte schon damals den Blick nach außen richten und sich nicht alleine an den Berliner Stadtgrenzen orientieren.
Karl-Friedrich Schmalwaßer:
„Territoriale Begrenzungen spielten in der Kunst noch nie eine große Rolle. Wo zum Beispiel Kreuzberg endet, weiß keiner so genau, und wo die künstlerischen Grenzen sind schon gar niemand.“
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