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Dennis Grabowsky
Briefe aus Friedenau
Liebe Leserinnen und Leser,
in dem Moment, in dem ich diesen Brief an Sie schreibe, weiß ich noch nicht, ob er Sie jemals erreichen wird. Ich spreche dabei nicht von einer Pleite dieses Blattes, noch von einer unmittelbar bevorstehenden, apokalyptischen Katastrophe, die eine Pleite dieses Blattes im Übrigen auch darstellen würde. Nein! Das, was ich nun zu schreiben gedenke, ist so heiß, so provokativ, dass eine Veröffentlichung mit Sicherheit einem bislang nicht gesehenen Skandal gleichkäme. Ich fürchte, die Redaktion dieser Publikation, allesamt integere Menschen mit Rückgrat, wird sich dennoch, mit der Ausnahme des Autors dieser Zeilen, gegen eine Veröffentlichung aussprechen. Eine feige Entscheidung, rufe ich ihnen und Ihnen zu.
An der Freiheit des Wortes hängt alle Freiheit der Welt. Wie viele SchriftstellerInnen und JournalistInnen haben alles verloren, weil sie schrieben, was sie schreiben mussten? Wer kennt nicht das Schicksal Georg Büchners oder Salman Rushdies? Wer schreibt, schreibt nicht, um beliebt zu sein. Wer immer schreibt, schreiben muss, muss wissen, dass es immer Gruppen gibt, die das, was man schreibt, hassen und mit allen Mitteln bekämpfen werden. Besonders dann, wenn das Geschriebene – oder im vorliegenden Fall: das noch zu Schreibende – von höchster Brisanz ist; von so hoher Brisanz, dass eine Veröffentlichung nahezu ausgeschlossen ist.
Und dennoch schreibe ich weiter! Es erfordert allen Mut, auch jenen, den man gar nicht hat. Die Macht des Wortes scheint ungebrochen, denn nicht vergessen ist: Am Anfang war das Wort. Die Macht derjenigen hingegen, die das mächtige Wort aussprechen, ist gering gegenüber denjenigen, die es bekämpfen. Die Predigten Jesu, diese hervorragenden Polemiken gegen die Mächtigen seiner Zeit, auch sie sind geschriebenes Wort.
Sehet die Vögel unter dem Himmel, sie säen nicht, sie ernten nicht - so etwas denkt sich doch niemand aus dem Stegreif aus - und der himmlische Vater ernähret sie doch!
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Nährte er doch nur auch diejenigen, die schreiben, schreiben müssen! Sie wären sicherer vor der Reaktion jener, die das freie Wort bekämpfen. Im Falle Jesu waren es die Römer, die Supermacht ihres Zeitalters schlechthin. Bis heute Inbegriff einer alles bestimmenden Macht und Vorbild aller Imperialisten. Nur war ihre Macht gering im Vergleich zum Einfluss der Gruppe, mit der ich mich anlege bzw. noch anlegen werde mit diesen Worten. Noch einmal appelliere ich an die Redaktion, hoffnungs- und aussichtslos, aber wer nicht kämpft, hat schon verloren: Gebt das Wort frei! Verloren.
Sie wollen endlich hören, worum es geht?! Die gewählten VolksvertreterInnen haben es nicht gewagt. Nun gut, ich werde es aufs Papier bannen ohne Aussicht, jemals Gehör zu finden. Ich bin – jetzt kommt’s – ich bin für ein weitreichendes Rauchverbot in ausnahmslos allen öffentlichen Gebäuden. Wahrscheinlich wissen Sie jetzt, was ich oben meinte?
Mit den besten aller nie gehörten Grüße
Dennis Grabowsky (Ja, ich setze meinen Namen darunter! Aber wer wird ihn schon lesen dürfen?)
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Horst Schöck:
Mit schlechtem Gewissen rauchen –
Antwort auf den Brief aus Friedenau: Ein Brief aus der Redaktion
Ohne einen geschichtlichen Exkurs kann ich nicht auskommen, denn ohne diese Hintergründe kann man nicht verstehen, warum man/frau eigentlich raucht. Die Verlogenheit der Politiker, die sich für immer weitere Rauchverbote einsetzen, kotzt mich richtig an.
Die Geschichte des Rauchens ist auch die Geschichte von Verboten: Im 17. Jahrhundert wurde das Tabakrauchen von der Obrigkeit mit massiven Sanktionen und Verboten bekämpft. Es wurde aus religiösen Gründen abgelehnt, es wurde mit Laster und aufrührerischen Gedanken in Verbindung gebracht. In England wurde Rauchen zur Sünde erklärt, in Russland wurde Rauchern mit Auspeitschen, Aufschneiden von Nase und Lippen und Verbannung gedroht. In der Türkei wurden Raucher damals sogar geköpft. Im Herzogtum Lüneburg galt noch 1691 die Todesstrafe.
In Berlin beispielsweise war das Rauchen innerhalb der Stadtgrenzen bis zur Aufhebung des Rauchverbots 1848 praktisch nur in den eigenen vier Wänden erlaubt. Vor den Stadttoren lockten jedoch Ausflugslokale mit Rauchfreiheit.
Das Rauchverbot galt in den Augen der Bevölkerung als Symbol reaktionärer Willkür, Tabakqualm stand für Bürgerfreiheit. Aber: Im Verlauf des Ersten Weltkriegs wurden Zigaretten an Soldaten verteilt, um die Hölle in den Schützengräben erträglicher zu machen.
Vorbildlich im Sinne moderner Tabakgegner verhielten sich die Nationalsozialisten, die in den 30er- und frühen 40er-Jahren die stärkste Anti-Raucher-Bewegung der Welt anführten. Hitler war entschiedener Nichtraucher und überzeugt, dass der Nationalsozialismus in Deutschland niemals hätte „siegen“ können, hätte er selbst nicht frühzeitig das Rauchen - „die Rache des Roten Mannes am Weißen Mann für seine Gabe des Schnapses“ - aufgegeben.
Mit der Niederlage Deutschlands, herbeigeführt durch die Raucher Churchill, Roosevelt und Stalin, wurde auch die Anti-Raucher-Kampagne unterbrochen. Doch andere setzten den Kampf fort. Sogar deutsche Kommunisten in der DDR forderten 1958 ein ideologisches Rauchverbot: „Es muss endlich so weit kommen, dass die Jugend ungetrübt, d. h. ohne ein Inhalationsgift zu ihren Lebensfragen Stellung nehmen kann.“
Dient die „Droge“ jedoch den Herrschenden, werden Krisen politisch, gar kriegerisch (Kampfeinsätze der Bundeswehr im Ausland), toleriert nicht nur dieselbe
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Gesellschaft, die gestern noch Verbote forderte, den Drogenkonsum, sondern fördert ihn sogar. Den Soldaten im Feld Zigaretten zu schicken, gilt heute noch als patriotische Tat.
So bleibt nur noch der Schluss, dass das Rauchen immer noch ein Überbleibsel der vergangenen Kriege ist, die wahrlich nicht die Raucher angezettelt haben (siehe oben). Die Verlogenheit der Politiker heute, lässt sich aber einfach beweisen:
Seit Deutschland wieder international am Kriegsgeschehen teilnimmt, hat sich auch die Erkenntnis durchgesetzt, dass es zwar nicht mehr am politischen Willen der Herrschenden fehlt, Krieg zu führen, aber sehr wohl an den nötigen finanziellen Mitteln. Um diese Mittel zu bekommen, wurde zum Beispiel im Rahmen des zweiten Antiterrorpaketes 2002, 1,5 Mrd. Euro der Tabaksteuererhöhung an die Bundeswehr weitergereicht. Von moralischen Skrupel keine Spur. Die gesamte Nichtraucherliga nahm die Steuergelder als Segen hin.
Und es wird immer noch geplant, weitere Gelder durch neue Steuererhöhungen auf Tabakprodukte zu beschaffen. Da die Gesamtgewinne des Bundes durch die Tabaksteuer jedoch mittlerweile bei über 14 Mrd. Euro liegen, wäre ein Ausfall dieser Steuereinnahmen eine Katastrophe. Und die Abgeordneten stimmen für die Kriegseinsätze – also für die Mittel aus der Tabaksteuer -, aber gleichzeitig für Rauchverbote: Was für eine verlogene Gesellschaft!
Was ist also richtig: Rauche ich für den Frieden oder rauche ich für den Krieg? Ich denke, zwischenzeitlich für das Letztere – und das macht mich nachdenklicher als alles andere.
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Kiezmeile: jz
SchöneBergeGedanken
Eigentlich sollte ich sehr zufrieden sein, denn es geht mir den Umständen entsprechend sehr gut. Eigentlich fehlt es mir an nichts. Eigentlich dürfte ich mich nicht beschweren, über gar nichts, und ich bin, eine gewisse gesunde Grundmelancholie mal ausgenommen, eigentlich sehr glücklich.
Hört sich doch ganz gut an, oder? Das ist doch alles sehr positiv, ABER… … oh, wie ich sie hasse diese „Eigentlichs“, diese „Vielleichts“, diese „Eventuells“. Diese Wörter möchte ich zusammen mit dem ganzen „Man sollte doch, könnte doch, ja müsste doch mal“ Mist aus meinem Wortschatz streichen, nein besser gleich aus der Sprache löschen. Was mich daran stört ist das Verschwommene, das Fehlen einer Konsequenz, der Mangel an Aufrichtigkeit, Mut und Enthusiasmus. Doch könnte ich das einfach weglassen? Warum benutze ich es überhaupt?
In den Sätzen am Anfang ersparen mir diese Phrasen und Wörter ein schlechtes Gewissen, weil ich zufällig nicht gerade unterdrückt werde, Hunger leide oder um mein Leben Angst haben muss, wie die Meisten meiner Artgenossen. Doch grundsätzlich schützen sie mich vor mir selbst. Sie helfen mir, meine eigene Unzulänglichkeit und Inkonsequenz zu verschleiern. Egal ob ich Sport machen, keine Eier essen, die Schwiegermutter anrufen, oder öfter
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ein Museum besuchen sollte, immer wird eine Aussage mit einem „Eigentlich“ relativiert. Es soll mir das Gefühl geben, dass ich das normalerweise schon tun würde, es nur gerade heute, oder im Moment nicht geht. Je öfter ich mich so täusche, um so ausgeprägter ist die Diskrepanz zwischen dem was ich will und dem was ich von mir erwarte, oder besser, was mein Umfeld von mir für ein Bild haben soll.
Hier wird es spannend. In der Verbindung „eigentlich… , aber…“ steckt der Widerspruch zwischen meinem Wunschbild und meiner Lust und Laune. Es geht darum, verlauten zu lassen, dass ich um einen Mangel zwar durchaus bescheid weiß, es aber derzeit nicht möglich ist etwas zu ändern. Das nutze ich auch als Entschuldigung, wenn andere durch mein „Aber“ einen Nachteil haben. „Eigentlich sollte ich mehr mit meiner Familie unternehmen, aber nach der Arbeit bin ich immer total fertig.“
Das mag verständlich sein, aber ehrlich ist das nicht. Ehrlich wäre es zu sagen: „Ich bin faul. Ich bin inkonsequent. Ich bin launisch. Ich bin uninteressant. Ich bin langweilig. Ich bin verfressen. Ich bin Ich. Ich bin ein Mensch.“ Wir sind doch alle so. Die einen Gewinnen dieses Spiel gegen sich selbst und andere eben nicht.
Eigentlich sollte ich noch einen Artikel schreiben, aber … .
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Kiezmeile: jh & jz
Bartest Dos Piranhas
Yorkstraße 81, 10965 Berlin
Irgendetwas ist hier anders … tja, wer diese Adresse noch von früher kennt, wird etwas überrascht sein. Ein radikaler Wandel hat stattgefunden: Das ehemalige, alternative „Dos Piranhas“ existiert nicht mehr, eine neue schicke und „normale“ Cocktailbar hat Einzug gehalten. „Normal“ soll heißen, dass die durch den Namen vermittelte Bissigkeit einem eher unspektakulären Konzept gewichen ist. Dominierend wirken die dunkelroten bis braunen Brokat-Tapeten, ergänzt durch passend braunes Mobiliar und eine plakativ rot gestrichene Wand. Man scheint in die Effektkiste der modernen Berliner Gastronomie gegriffen zu haben, hat sich von allem ein wenig ausgesucht und kaum eine konkrete, individuelle Idee umgesetzt zu haben. Möglicherweise ist die Mischung der Stile der vorherigen Idee einer Kaffe-und-Kuchen-Lokalität oder auch dem erst dem knapp fünfmonatigen Bestehen zuzuschreiben. Vielleicht werden einzelne Ecken noch etwas mehr aufgepeppt mit persönlichen Details. Doch nun zu dem anderen wichtigen Punkt: die Cocktails. Sowohl der „Flying Kangaroo“ als auch der „Sex on the Beach“ sind sehr gut gelungen, nur minimale Verbesserungen sind noch vorzuschlagen. Zunächst einmal ist jedoch die Verwendung von Preiselbeersaft im „Sex on the Beach“ zu loben, nicht viele Bars leisten sich diesen relativ teuren Saft, der den Geschmack und das Aussehen diese
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Cocktails sehr fördert. Als Pluspunkt hinzu kommt der generell verwendete frische Zitronensaft und die frisch geschnittene Dekoration.
Schade ist nur der eigentlich nicht vorhandene Schaum, der normalerweise durch die Grenadine befördert werden müsste. Zu kurzes Schütteln kann dafür ein Grund sein. Mit wenig Sahne, dadurch schön frisch und stark, wird der „Flying Kangaroo“ serviert und verwundert einzig durch einen pelzigen Nachgeschmack, der jedoch von der Kokoscreme herrühren kann. Alles in allem sind beide Cocktails, wie erwähnt, sehr gut gelungen und damit wird sich das „Dos Piranhas“ auch halten können. Denn hierher locken eben ganz besonders die leckeren, preislich angemessenen Cocktails, wofür auch die beträchtliche Auswahl an Mixgetränken in der Karte ein Indiz ist. Specials sollte man hier unbedingt mal ausprobieren, mit der Qualität bei den Klassikern wird man bestimmt nicht enttäuscht. Für die Sparfüchse gibt es von 18 bis 20 Uhr eine Happy Hour, da kosten alle Cocktails schlappe 5,- €, ansonsten kann man auch bis zu 12,- € (für Champagner-Getränke) ausgeben.
Das Plus der hervorragenden, dadurch etwas teureren Cocktails und das Minus der eher einfallslosen Raumgestaltung mögen dazu führen, dass tendenziell eher gesetztere Publikum angesprochen wird. In das ehemalige „Dos Piranhas“ hätte sich ein Großteil der Anwesenden wahrscheinlich nicht unbedingt getraut, nun wird eben ein qualitativ hochwertiges, aber eher langweiliges Ausgehen in dem momentan wieder so angesagtem Kreuzberg ermöglicht.
Für einen ersten Eindruck kann man sich auf die Website der Bar begeben
(www.dospiranhas.de).
Fazit: Das neue „Dos
Piranhas“ ist ein Ort für das gepflegte Genießen nach einem Theaterbesuch oder Ähnlichem, mit der Garantie auf sehr gute Cocktails und dem Versprechen auf gediegenes Beisammensein ohne große Überraschungen.
Demnach: Allein wegen der Cocktails sollte man mindestens einmal dort gewesen sein, vielleicht dort den Auftakt zu einem spaßigen
Partyabend.
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Kiezmeile: jh & jz
Bartest Fogo Bar
Arndtstraße 29, 10965 Berlin
Ui, wenn man eintritt, erschlägt einen schon fast die Wärme hier drin. Wird wohl der Zahl der Gäste, dem Rauch und der guten Stimmung zu verdanken sein. Diese Bar ist nämlich, wie der Chef es beschreibt, eine „Stätte der Revolution“ und ein Beispiel von Beständigkeit bzw. Beharrlichkeit einer Idee, was man durchaus bekannten, historischen Revolutionären und Querdenkern als Merkmal zuschreiben kann. Doch halt: Die „Fogo Bar“ ist kein verkappter Studenten-Revolutions-Klub, den nur Eingeweihte besuchen dürfen, um den ultimativen Umsturz der Gesellschaft zu planen. Nein, hier findet sich schlicht und ergreifend eine Cocktailbar zum Besaufen und gemütlich Abhängen, auch in größerer Runde. Das mit dem Besaufen muss mal so direkt gesagt werden, denn die Geschäftsidee basiert auf der Toleranz gegenüber studentischen Geldbörsen und dem Vermögen der weniger Verdienenden und dem Wunsch nach einer kommunikationsfördernden Plattform. Erreicht wird dies durch Mobiliar vom Straßenbierstand, trashige Wandmalereien und Dekorelement und zu guter Letzt durch unschlagbar günstige Cocktails. Besagter Freigeistgedanke findet sich in den Potraits von Che, Fidel, Buddha und Motiven aus Mexiko wieder, für ein „Feld der Freiheit“ mögen die unzähligen Plastik-Rosen an der Decke hängend stehen. Ergänzt wird das
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karibisch-südländische Flair durch den Sand auf dem Boden. Das Publikum entspricht diesem bunten Mix an Einrichtung und Malerei, die „Fogo Bar“ hat sich anscheinend in allen Ecken und Kreisen rumgesprochen, denn nicht nur Studenten und ausländische Berlin-Besucher, sondern auch Krawattenträger.
Dass man bei Preisen ab 2,50 € nicht herausragende Qualität erwarten kann, sollte jedem klar sein. Zwar besteht die Auswahl der Spirituosen aus dem gängigen Durchschnitt, aber besser würde es immer noch gehen. Demnach sind der „Sex on the Beach“
und der „Flying Kangaroo“ ziemlich süffig geraten und schmecken nicht wirklich frisch, vielmehr sehr sahnig oder sehr süß. Zu sagen, sie wären geschüttelt worden, wäre schon zu viel des Lobes. Vielmehr liegt der Akzent der Herstellung auf Schnelligkeit und akzeptablem Geschmack. Wie gesagt, bei den Preisen … .
Zu dem Preis-System noch eines: Es gilt grundsätzlich das Prinzip „two-for-one“, heißt hier, dass man zwei gleiche Cocktails zu einem Festpreis bekommt, der halbiert in dem Bereich von 3,- € bis 5,- € liegt. Natürlich ist auch Einzelbestellung erwünscht, besonders in der „Crazy Hour“ (20.00-22.30 Uhr), wo jeder Cocktail 2,50 € kostet.
Dass dieses faire Gesamtkonzept funktioniert, zeigt die schon 13-jährige Existenz der „Fogo Bar“. Der Inhaber ist ein sehr redseliger, gemütlicher Mensch, aus dem Iran kommend, der es erst mit Medizin versucht hatte, darin aber keine Erfüllung fand und in die Gastronomie wechselte. Dass er Spaß an seiner Arbeit hat und von seinem Konzept überzeugt ist, macht er sehr deutlich und betont insbesondere, dass diese Bar allein durch Mundpropaganda und die gebotene Qualität auf diese lange Verweildauer gebracht hat. Des Weiteren erzählt er viele Anekdoten von jungen und alten Menschen, die seine Bar besuchten und prägten. Inzwischen ist er sogar schon in „den höheren Kreisen“ als potenzielle Betriebsfeier-Location oder ähnliches entdeckt worden.
Fazit: Es ist niemandem zu verdenken, dass er sich dort wohlfühlt, egal, was er in seinem Leben macht. Man kann sich in ungezwungenem Ambiente total gehen lassen, neue Leute kennenlernen und billige
Cocktails trinken.
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letzte Änderungen: 29.11.2006 15:14
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